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Workshops

 

Wege zur Gestaltung ‚gemeinsamer Lernprozesse‘ in inklusiven schulischen Settings
Marcel Veber und Bettina Amrhein

Ziel des Workshops ist, gemeinsam mit den Teilnehmer/-innen Wege zur Gestaltung ‚gemeinsamer Lernprozesse‘ in inklusiven schulischen Settings aufzuspüren. Leitend ist hierbei die Frage, was die Einführung des Begriffs der Inklusion für die Debatte im deutschsprachigen Raum bedeutet. Zentraler Aspekt der Debatte ist die Weiterentwicklung der Schulen in Richtung eines positiven Umgangs mit Heterogenität für die zukünftige Gestaltung von Unterrichtsprozessen.

Nach einer kurzen Begriffsklärung der Termini Integration/Inklusion und deren bildungspolitischer und rechtlicher Einbettung in das aktuelle Geschehen im Schulsystem wird daher in einem zweiten Schritt nach der Bedeutung für die Unterrichtsentwicklung gefragt. Dabei wird hier zunächst davon ausgegangen, dass Lehrkräfte im Allgemeinen bereits über zahlreiche Strategien im Umgang mit Heterogenität im Klassenraum verfügen. An diese soll zunächst angeknüpft werden, um dann über die Auseinandersetzung mit einigen ausgewählten theoretischen Ansätzen Antworten auf die Frage zu finden, wie man den „neuen“ Anforderungen im Unterrichtsalltag erfolgreich begegnen kann.

Die Teilnehmer/-innen erhalten am Ende des Workshops einen Reader, mit dem die Thematik auch vertiefend nachbereitet werden kann.
   
 

Vom kooperativen zum kompetenzorientierten Lernen
Jürgen Friedrich

Das kooperative Lernen als Brücke zu einem individualisierten, kompetenzorientierten Unterricht

Adressaten: alle Schulformen der Sekundarstufen I und II

Teilinhalte:

  • Konsens bezüglich eines gemeinsamen Verständnisses vom kompetenzorientierten Unterricht
  • (Selbst-)diagnostischer Blick über die Reflexion bei kooperativen Lernen
  • Kooperatives Lernen bietet Chancen der Beobachtung der Lernprozesse
  • Kooperatives Lernen fördert die Selbständigkeit der Lernenden und den Erwerb von
  • Grundqualifikationen kompetenzorientierten Unterrichts
  • Leistungsstandards und Kompetenzraster im kooperativen Unterricht
  • Differenzierung von Lernprozessen mit Hilfe kooperativerVerfahren

 

Intelligentes Üben mit kooperativem Lernen
Dirk Braun

„Intelligentes Üben“ ist nach H. Meyer ein Merkmal guten Unterrichts. Im individualisierten und kompetenzorientierten Unterricht kommt diesem Merkmal in Performanz-Situationen eine besondere Bedeutung zu. Aktive Lernsituationen können dann besonders gut mit der gestuften Öffentlichkeit von kooperativen Lernarrangements verknüpft werden.
In dem Workshop werden Prinzipien des „intelligenten Übens“ kooperativ erarbeitet und mit einzelnen Methodenbeispielen praxisnah angereichert.

   
 

Die Gestaltung kooperativer Lernprozesse durch Peer-Coaching
Silke Denniger und Anna Grabosch

In der Erziehungswissenschaftlichen Lehr- und Forschungswerkstatt (ELF) der Universität Münster werden Studierende bei der Entwicklung pädagogischer Handlungskompetenzen prozessorientiert unterstützt. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, eigenverantwortlich in Lehrfunktionen tätig zu werden (z.B. durch die Leitung von Trainings oder Begleitung von Tutor/innen) und ihre Lernprozesse zu reflektieren. Insbesondere das Peer-Coaching als Grundprinzip der ELF, das unterstützende Beratungsprozesse zwischen gleichwertigen Personen beschreibt, fokussiert den Gedanken des Kooperativen Lernens.
Im Rahmen des Workshops wird die Umsetzung dieses Prinzips in den Angeboten und Arbeitsweisen der ELF verdeutlicht, um anschließend daran Möglichkeiten einer Übertragung auf die Arbeitsfelder der Teilnehmenden gemeinsam zu erarbeiten. 

   
 

Kooperation und Vernetzung von Lehrkräften im Web 2.0 - Welche Möglichkeiten bietet das "Mitmachnetz"?
Christian Ebel

Dieser Workshop soll veranschaulichen, wie mit den neuen Kommunikationsformen im Internet die Vernetzung, der Erfahrungsaustausch und die Kooperation von Lehrkräften unterstützt und gute Beispiele für individuelles und kooperatives Lernen in die eigene Schule getragen werden können. Lehrerportale, Blogs, Wikis, Facebook, Twitter & Co. eröffnen der Schule völlig neue Möglichkeiten. Diese betreffen vor allem die individuelle Arbeitsorganisation, die Zusammenarbeit mit Lehrenden und Lernenden, die Unterrichtsvorbereitung sowie die Unterrichtsgestaltung. Im Workshop sollen in aller Kürze einige Möglichkeiten des Web 2.0 für Schule vorgestellt werden. An konkreten Beispielen soll insbesondere gezeigt werden, wie das Web 2.0 zur Interaktion und Kooperation mit Lehrkräften eingesetzt werden kann. Dabei steht weniger die Handhabung von speziellen Internetdiensten im Vordergrund des Workshops, als vielmehr die Frage, wie mit Hilfe der neuen Kommunikationsmöglichkeiten eine Kultur des Lehrens und Lernens von- und miteinander an Schulen etabliert werden kann.

   
 

Wie werden Schulen zu lernenden Organiationen? Schulentwicklung durch Kooperatives Lernen
Thomas Kremers

Das Kooperative Lernen kann ein Schlüssel zur Entwicklung einer neuen Lernkultur an Schulen sein, die über den Einsatz kooperativer Lernverfahren im Unterricht einzelner KollegInnen hinausgeht. Deshalb kann die Implementierung des Kooperativen Lernens über die Unterrichtsentwicklung hinaus zu einem komplexen mehrjährigen Prozess der Schulentwicklung führen. Es gibt allerdings keine Blaupause für diesen Prozess der Schulentwicklung, der an jeder Schule anders verläuft. Trotzdem können Stationen der Implementierung oder Stolpersteine identifiziert werden, die bei der Umsetzung des Kooperativen Lernens eine wichtige Rolle spielen. Diese Fragen sollen mit den TeilnehmerInnen des Workshops mittels charakteristischer Methoden des Kooperativen Lernens bearbeitet werden. Es werden Kenntnisse über das Kooperative Lernen und Unterrichtserfahrungen mit diesem Konzept vorausgesetzt.

   
 

Kooperatives Lernen und gehirngerechtes Lernen
Carmen Druyen

Bildung erfolgt durch Gehirnbildung. Da unser Gehirn ein Sozialorgan ist und erst in zweiter Linie dazu geschaffen wurde, Shakespearegedichte zu interpretieren, quadratische Gleichungen zu lösen oder das menschliche Genom zu entschlüsseln, erscheint es nur logisch, dass optimales Lernen auch im sozialen Verbund erfolgt und Interaktion und Kommunikation die Grundlage von Lernen bilden. Je jünger der Mensch ist, desto stärker ist er darauf angewiesen, von und mit menschlichen Modellen aktiv zu lernen, sich über Gelerntes auszutauschen und über diesen Austausch und eigenes Handeln seine neuronalen Netzwerke auszubilden und zu stärken. Erst wenn die neuronalen Verbindungen stabil und stark sind, ist formales Lernen, wie wir es an Schulen und Universitäten betreiben, möglich und sinnvoll. Leider werden bisher die Erkenntnisse der Gehirnforschung nur wenig konsequent in der Schul- und Unterrichtspraxis umgesetzt. Am ehesten findet man diese Umsetzung an reformpädagogisch orientierten Schulen, wie z.B. Montessorischulen. Im Bereich der Regelschulen gibt es zwar Inseln gehirngerechten Lernens wie Projektunterricht oder handlungsorientierte Ansätze, jedoch sind gerade diese Arbeitsformen in Zeiten von PISA wieder stark in den Hintergrund gerückt. Wie ist es also möglich, täglich gehirngerecht zu unterrichten und gleichzeitig die curricularen Anforderungen zu erfüllen? Kann gehirngerechtes Lernen unter dem gegebenen Zeitdruck erfolgen? Kooperative Lernformen integriert in den täglichen Unterricht bieten eine Möglichkeit zu mehr gehirngerechtem und damit nachhaltigem Lernen. In Kombination mit anderen Lernformen kann Lernen effizient werden und Lehrern und Schülern Spaß machen. Der Workshop soll die wesentlichen Aspekte gehirngerechten Lernens beleuchten und mit kleineren Formen kooperativen Arbeitens verbinden und veranschaulichen.

   
 

Kooperatives Lernen: Grundlagen und Perspektiven
Peter Blomert

Peter Blomert zeigt aus Schulleiterperspektive, wie im System Schule kooperatives Lernen implementiert und evaluiert werden kann.

   
 

Texte lesen und verstehen: Förderung von Textverständniskompetenz
Katharina Kühnelt

Im Verständnis der OECD heißt Lesekompetenz, geschriebene Texte in erster Linie zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren, um im weitesten Sinne am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
Wie können Schüler ihre Lesefähigkeiten ausbauen, wie kann der Unterricht sie in ihrem Bemühen Texte zu verstehen unterstützen? Diesen Fragen individueller Förderung in den Bereichen Lesefertigkeit, Textverständnis, Strategiewissen und Lesemotivation gehen wir in dem Workshop nach. Dazu erarbeiten und diskutieren wir neben den unterschiedlichen Aspekten der Lesekompetenz mögliche diagnostische Verfahren und kooperative Methoden.

   
 

Kooperatives Lernen und berufsfeldbezogener Unterricht anzubieten
Marayle Küpper

Das Kooperative Lernen wird in allen Schulformen als Chance genutzt und erfolgreich eingesetzt, so auch am Berufskolleg. Dennoch muss das Kooperative Lernen in dieser Schulform den besonderen Bedingungen Rechnung tragen:
Einbezug von dualen Partnern
Prüfungen vor Industrie- und Handelskammern
zeitlich stark eingegrenzte Bildungsgänge
hohe Schülerfluktuation
starke Heterogenität in den Bildungsgängen
umfassende Lehrpläne, etc.
Der Workshop setzt sich mit den Herausforderungen der Berufskollegs auseinander, analysiert die Chancen, die das kooperative Lernen gerade in dieser Schulformbereit bereit stellt und bietet Problemlösungen an. Kooperativ arbeitend tasten wir uns an die Grenzen heran und profitieren von den Erfahrungen anderer Berufskollegs.
Hilfreich für das Verständnis des Workshops sind Einblicke in die Schulstruktur des Berufskollegs sowie Unterrichtserfahrung mit kooperativen Lehrmethoden.

   
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